Fronleichnam

Ein Priester erzählt:

"Wenn ich das kleine weiße Scheibchen im Gottesdienst erhebe, dann möchte ich es etwas herausheben über all die vielen Brotsorten: über frische Brötchen, Weißbrot, Schwarzbrot, Bauernbrot, Eifelbrot, Knäckebrot. Ich möchte es herausheben über Schnittchen, Häppchen, Teilchen, Sahnekuchen, Schwarzwälder, über alle Berliner, Amerikaner, über alle Eissplittertorten, Pflaumen-, Apfel-, Kirsch- und Erdbeertorten. Ich will das kleine weiße Scheibchen herausheben, weil ein Mensch, ein einzigartiger Mensch dahintersteckt; einer, der sich verteilte, der austeilte, der zum Brot wurde aus Liebe. Darum will ich dieses kleine Scheibchen herausheben über alle Brotsorten hinaus, an denen wir satt werden, übersatt werden, an denen wir krank werden können, dumm werden können - und blind, taub, lahm und tot; an denen wir aber innerlich nicht satt werden, wenn nichts dahintersteckt - nichts als der Augenblick.

Manchmal möchte ich das kleine weiße Brot nicht erheben, sondern unter alle Brotsorten mischen. Ich möchte es herunterholen, vom Himmel auf die Erde holen und so mit allen Brotsorten mischen, dass es in allem Brot vermutet wird, gesucht wird. Dieses Scheibchen Brot, hinter dem ein Mensch steckt; hinter dem der Himmel steckt!"

nach Wilhelm Willms

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche

"Ich setze mich ein für eine Kirche, die Menschen stärkt und ermutigt,

egal ob  klein oder groß, Frau oder Mann, mit oder ohne Behinderung.

Ich glaube an Menschen, die aus der Kraft Gottes leben

und Mut in die Welt tragen.

Ich liebe Menschen,

die sichtbar machen, was für Gott gilt:

Du bist wichtig! Du bist ein Geschenk!

 

(Claudia Ebert, Seelsorgerin für Menschen mit Behinderung, Stuttgart)

Wie ist das Wasser?

Mit einer tiefgründigen Parabel beginnt der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace eine Rede vor Uni-Absolventen. "Schwimmen 2 jüngere Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: Morgen, Jungs, wie ist das Wasser? Die 2 jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: Was zum Teufel ist Wasser?"

Im Alltag sind wir manchmal blind für die offensichtlichen Dinge in unsrem Leben. Ich sehe einfach nicht, was da ist und wie reich mein Leben oft ist: Ich kenne Menschen, die ich jederzeit anrufen kann. Ich kann täglich aufstehen. Die Einkaufsregale sind voll und ich habe jeden Tag reichlich zu essen. Ich habe ein Dach über dem Kopf und mir steht eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zur Verfügung. Ich kann die Schönheit der Natur genießen, ohne Angst haben zu müssen, dass Bomben vom Himmel fallen...usw. Mir hilft der Gedanke mit dem Wasser. Mir geht es besser, wenn ich mir jeden Tag die Frage stelle: wie ist das Wasser heute? Ich versuche wahrzunehmen, was ich sonst so oft übersehe. Und bei Dir? Wie ist das Wasser heute?

Pfingstnovene 2020

In den neun Tagen vor Pfingsten betet die Kirche die Novene. Der Name "Novene" kommt vom lateinischen Wort "novem" - neun. Der Ursprung liegt wohl in dem neuntägigen Gebet um den Heiligen Geist, wie es die Apostel und die Jünger Jesu mit Maria nach der Himmelfahrt Jesu im Abendmahlssaal bis zum Pfingstfest praktizierten.
Die Novene vor dem Pfingstfest ist die älteste Gebetsversammlung. Dies ist das Gebet, das der Herr Jesus selbst am Tag der Himmelfahrt empfohlen hat. Die Kirche erinnert uns daran, dass Pfingsten die Erfüllung und das Ende von Ostern ist. Der Heilige Geist - Neues Leben in Christus - war das Ziel und die Erfüllung aller Aktivitäten Christi.
Papst Leo XIII. hat in seiner Enzyklika "Über den Heiligen Geist" - "Divinum illud munus" von 1897 das Gebet der Pfingstnovene zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten allen Pfarreien der gesamten Weltkirche dringend empfohlen. Bis heute wird dieses Gebet gepflegt: in Gemeinschaft oder einzeln.
Wir haben eine Gebetsbroschüre für eine Novene bereitgestellt, die Sie in der St. Peter- und Paul-Kirche, Weil der Stadt und in der St. Leonhard- Kirche, Dätzingen mitnehmen können.



Bildstock Krautgärten - Gedanken zum Marienmonat Mai

Mutig vorwärts!

Dankbar rückwärts!

Gläubig aufwärts!

 

Christine Weigel

Der etwas andere Gottesdienst

Einsame anrufen ist Gottesdienst

Hilfe anbieten ist Gottesdienst

Einkaufen für Ältere ist Gottesdienst

Anlächeln ist Gottesdienst

Zuhören ist Gottesdienst

Nächstenliebe ist Gottesdienst

Eine Kerze anzünden ist Gottesdienst

Für andere Menschen beten ist Gottesdienst

Litanei in Zeiten von Corona

Gott,

sei uns nahe in diesen schweren Wochen.

Sei nahe denen, die dich besonders brauchen.

In die unermüdlich schaffenden Hände - leg deine Kraft.

In unruhige und aufgewühlte Herzen - deine Ruhe.

In unsre Ängstlichkeit - deine Hoffnung.

In Einsamkeiten - deine bergende Nähe.

In unser Tasten und Suchen - deine Kreativität.

Ins Brückenbauen zueinander - deine Regenbogen-Statik.

In unsere Unruhe - deine Stille.

In kranke Lungen - deine Heilung.

In verzweifelte Herzen - deinen Trost.

In gefährdete Immunsysteme - deinen Schutz.

In unseren kleingläubigen Geist - leg deine Zusage:

Ich bin da.

Amen.

Annette Gawaz

Impulse für die Jugend

Unsere Jugendreferentin meldet sich immer wieder mit Gedanken, Impulsen, Vorschlägen zu Wort.

Weiter geht es hier...